Im Zuge der Einführung von NGN in der Gefahrenmeldetechnik.
Die Telekommunikationsbranche steht in den nächsten Jahren vor einem gewaltigen Umbruch. Bisher getrennte Dienste wie Telefonie, Datendienste, Standleitungen werden Zug um Zug in ein neues IP-gestütztes Netzwerk (Next-Generation-Network = NGN) überführt.
Die bisherigen Dienste werden in den nächsten Jahren abgekündigt. Dies bedeutet das die Services der „konventionellen“ Dienste reduziert werden und nach einer Übergangszeit diese dann gänzlich eingestellt werden. Für die Netzbetreiber ist hinsichtlich der Ressourcenbereitstellung dadurch nur noch der Betrieb für ein gemeinsames IP-Netz erforderlich.
Diese Diensteüberführung zu NGN sowie die Einführung der DIN EN 50518 wird letztlich eine nicht unerhebliche (= dramatische?) Auswirkung auf die bisher etablierten Techniken der Übertragung von Gefahrenmeldeanlagen bei den Endkunden sowie bei den Alarmempfangsstellen haben. Was bleibt den Anwendern übrig?
Die Diensteüberführung (zu NGN bis 2015) wird die bisherige „Qualität“ der Übertragung eindeutig reduzieren (siehe Grafik rechts), während mit Einführung der DIN EN 50518 die Anforderungen an die NSZs erhöht werden. Die entstehenden Risiken bei der Übertragung sind: • Verfügbarkeit • Manipulation • Sicherheit. Woraus ergibt sich der Sinn zur Umsetzung der DIN EN 50518, wenn man im gleichen Umstellungszeitraum die Qualität der Kommunikationsschnittstelle Endkunde zu AE-NSL reduziert? (siehe Grafik rechts)
Erfolgreiche Weiterentwicklung ist in unserer schnelllebigen technischen Gesellschaft zur ständigen Notwendigkeit geworden. Dabei sind Prüfungen / Zertifizierungen nicht nur ein Nachweis einmal erworbener Qualität, sondern sie verschaffen Ihnen langfristig deutliche Marktvorteile.
Die Grundlagen sowie deren Konsequenzen aber auch die Lösungswege lesen Sie bitte hier nach.
Ein Anschluss
In der IP-Welt verschmelzen Sprache und Daten. Dies bedeutet, lt Aussage Telekom, dass man künftig an einem einzigen Anschluss die gesamte Sprach- und Datenkommunikation abwickeln kann und somit daraus profitieren wird.
Sachstand:
Wie allgemein den verschiedenen Fachpressemitteilungen zu entnehmen ist, soll der Weg ab 2015 für die Übertragungstechnik hin zu "NGN" (= "Next Generation Network"), was aber besser mit All-IP-Anschluss zu bezeichnen ist, führen. Ergänzend lese man hierzu den Artikel auf "call-magazin" (Telekom schaltet erstmals Telefonanschlüsse ohne Festnetz) -siehe Grafik-NGN
Die (angeblichen) Vorteile (Aussage der Telekom):
- hohe Erreichbarkeit
- Sicherheit
- Qualität
- weniger Wartungsaufwand
- geringere Betriebskosten
- maximale Planungs- und Zukunftssicherheit!
Angestrebt ist hierbei, die modernen Telekommunikationslösungen zu nutzen und trotzdem die bereits vorhandenen Endgeräte weiterhin einsetzen zu können.
So soll z.B. Business Access IP die sanfte Migration von ISDN- zu VoIP-Kommunikation, ohne hohe Investitionskosten, ermöglichen.
Für die Endnutzer ergibt sich hieraus eine ganz besonderes Situation.
Sie müssen den Marktgegebenheiten bzgl. der angebotenen Technik hinsichtlich der Sendeeinrichtungen Rechnung tragen, dass das Modem/der Router Notstromversorgt sein muss. Da Modem/Router (derzeit) nicht in 12V/DC angeboten werden, ist mindestens eine kleine USV von nöten, oder der Ersatzweg wird via GSM (höhere Anschaffungs- und Betriebskosten) realisiert.
Für die NSZs ergibt sich hieraus eine ganz besonderes Situation.
Sie müssen den Markgegebenheiten bzgl. der angebotenen Technik hinsichtlich der Empfangseinrichtungen, gleichfalls aber auch den Anforderungen der Kunden für die Sendeeinrichtungen parallel gerecht werden. Während für die NSZs die Massstäbe an die baulichen Anforderungen angehoben werden sollen (Europanorm prEN 50518-1:2008) werden die Anforderung hinsichtlich "sichere Übertragung" eindeutig sinken. Dies liegt daran, dass auch DIN / VDE / ZVEI / VdS etc. maximal sich an die Technik halten können, welche seitens des Netzbetreibers zur Verfügung gestellt werden wird.
Was ist bei der technischen Ausstattung einer Leitstelle zu beachten ?
• VdS–anerkannte Alarmempfangseinrichtungen
• Rückfallebene bei Ausfall der Leitstelle
• Investitionssicherheit
• Kontinuierlicher Ausbau sollte möglich sein
Damit auch Sie für die Zukunft gerüstet sind und Fachkompetent argumentieren können, werden wir ihnen hier stetig weitere umfassende Informationen zur Verfügung stellen.


